Wie ist der Ablauf einer FriedWald-Bestattung?

Eine Beisetzung im FriedWald unterscheidet sich in einigen Punkten von einer klassischen Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. Der genaue Ablauf einer FriedWald-Bestattung richtet sich nach den persönlichen Wünschen, den örtlichen Gegebenheiten und der Gestaltung der Abschiednahme.
Angehörige können die Zeremonie schlicht halten oder sie mit einer Trauerrede, Musik und persönlichen Beiträgen begleiten. Die Trauergemeinde versammelt sich meist an einem zentralen Andachtsplatz oder direkt am ausgewählten Baum. Anschließend setzt die zuständige Person die biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich bei.
Wie läuft die Beerdigung im FriedWald ab?
Nach einem Todesfall übernimmt der Bestatter zunächst die notwendigen Schritte bis zur Einäscherung. Dazu gehören unter anderem die Überführung, die Versorgung des Verstorbenen, die Formalitäten und die Abstimmung mit dem Krematorium. Parallel wählen die Angehörigen einen FriedWald-Standort und eine geeignete Grabstelle aus, sofern noch kein Platz im Rahmen einer Bestattungsvorsorge vorhanden ist.
Sobald die erforderlichen Unterlagen und Verträge vorliegen, stimmt das Bestattungsinstitut den Beisetzungstermin mit dem FriedWald ab. Am Tag der Beerdigung trifft sich die Trauergesellschaft am vereinbarten Treffpunkt, meist auf dem Parkplatz des Bestattungswalds. Dort empfängt die zuständige Försterin oder der zuständige Förster die Angehörigen.
Die Urne bringt entweder das Bestattungsinstitut oder die FriedWald-Försterin beziehungsweise der FriedWald-Förster mit. Wer sie zum Baum trägt, können die Angehörigen selbst entscheiden. Dabei kann auch ein Familienmitglied oder eine andere nahestehende Person diese Aufgabe übernehmen.
Die Abschiednahme beginnt je nach Wunsch am Andachtsplatz oder direkt an der vorbereiteten Grabstelle. Außerdem lässt sich der Ablauf einer FriedWald-Bestattung individuell gestalten, beispielsweise mit:
- einer Trauerrede
- Musik oder gemeinsamen Liedern
- religiösen Beiträgen
- persönlichen Erinnerungen
- einer stillen Abschiednahme
Anschließend senken Angehörige, das Bestattungsinstitut oder die Försterin beziehungsweise der Förster die biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich des ausgewählten Baumes ab. Nachdem die Trauergesellschaft den Wald verlassen hat, verschließt die zuständige Person die Graböffnung.
Ablauf einer FriedWald-Bestattung: Wie lange dauert eine Urnenbeisetzung im FriedWald?
Für eine Urnenbeisetzung im FriedWald sollten Angehörige meist etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Eine schlichte Beisetzung im kleinen Kreis kann kürzer ausfallen. Gestalten Angehörige die Abschiednahme mit Trauerrede, Musik, religiösen Elementen oder persönlichen Beiträgen, dauert sie entsprechend länger.
Zusätzlich sollten Angehörige Zeit für den Weg vom Treffpunkt zum Andachtsplatz oder zum Baumgrab einplanen. Je nach FriedWald-Standort und Lage des Baumes können die Wege unterschiedlich lang und teilweise uneben sein.
Wie lange dauert es vom Tod bis zur Beerdigung im FriedWald?
Wie viel Zeit zwischen dem Tod und der Beerdigung im FriedWald vergeht, hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst erfolgen die Einäscherung, die Beschaffung der notwendigen Dokumente und die Freigabe der Urne für die Beisetzung. Anschließend stimmen das Bestattungsinstitut, der FriedWald und die Angehörigen einen passenden Termin sowie gegebenenfalls eine Grabstelle ab.
In der Praxis findet die Beisetzung deshalb häufig einige Wochen nach dem Todesfall statt. Verzögerungen können entstehen, wenn die Angehörigen noch keinen Baumplatz ausgewählt haben, Unterlagen fehlen, das Krematorium ausgelastet ist oder am gewünschten FriedWald-Standort kurzfristig kein Termin verfügbar ist. Darüber hinaus müssen alle Beteiligten die gesetzlichen Beisetzungsfristen des jeweiligen Bundeslandes beachten.
Was nimmt man zu einer Beerdigung im FriedWald mit?
Zu einer Beerdigung im FriedWald müssen Angehörige grundsätzlich nichts Bestimmtes mitbringen. Wichtig sind jedoch wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, da die Wege je nach Standort uneben, feucht oder steil sein können. Bei Regen oder niedrigen Temperaturen sind außerdem ein Regenschirm beziehungsweise geeignete Schutzkleidung sinnvoll.
Darüber hinaus können Angehörige persönliche Beiträge zur Abschiednahme vorbereiten. Dazu gehören beispielsweise ein kurzer Text, eine Trauerrede, Musik oder kleine Erinnerungsstücke, sofern sie diese nach der Zeremonie wieder mitnehmen. Bei Unsicherheit sollten Angehörige vorab mit dem Bestattungsinstitut oder dem jeweiligen FriedWald-Standort klären, was vor Ort möglich ist.
Was darf im FriedWald mit ins Grab?
In das Grab darf in der Regel nur die biologisch abbaubare Urne gelangen. Persönliche Gegenstände, Fotos, Schmuck, Briefe oder andere Beigaben sind meist nicht vorgesehen, da der FriedWald den natürlichen Charakter des Waldes erhalten möchte.
Auch Blumen, Kränze und Dekorationen gehören normalerweise nicht dauerhaft in die Grabstelle. Einzelne natürliche Blumen können Angehörige je nach Standort während der Abschiednahme verwenden. Häufig müssen sie diese anschließend jedoch wieder entfernen.
Was darf man am Grab im FriedWald ablegen?
Am Baumgrab dürfen Angehörige in der Regel keine dauerhaften Gegenstände ablegen. Meist nicht erlaubt sind:
- Grablichter und Kerzen
- Laternen
- Kränze und Gestecke
- Vasen und Pflanzgefäße
- Figuren, Steine oder persönliche Dekorationen
- künstliche Blumen
Der Waldboden soll möglichst unverändert bleiben. Als dauerhafte Kennzeichnung kann häufig eine kleine Namenstafel am Baum dienen. Welche Regeln genau gelten, hängt jedoch vom jeweiligen FriedWald-Standort ab.
Ist eine Erdbestattung im FriedWald möglich?
Eine klassische Erdbestattung mit einem Sarg ist im FriedWald nicht möglich. Dort finden ausschließlich Urnenbeisetzungen statt. Deshalb setzt eine Bestattung im FriedWald immer die vorherige Einäscherung des Verstorbenen voraus.
Für die Beisetzung kommt eine biologisch abbaubare Urne zum Einsatz. Die zuständige Person setzt sie im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde ein. Ein klassisches Grab mit Grabstein, Einfassung und individueller Bepflanzung gibt es im FriedWald dagegen nicht.
Wer eine Erdbestattung wünscht, muss sich daher für einen kommunalen oder kirchlichen Friedhof entscheiden. Dort stehen je nach Friedhof unterschiedliche Grabarten zur Verfügung, beispielsweise Reihengräber, Wahlgräber oder Rasengräber.
Welche Nachteile hat eine Bestattung im FriedWald?
Eine Bestattung im FriedWald bietet eine naturnahe und pflegefreie Grabstätte, passt jedoch nicht zu den Vorstellungen jeder Familie. Besonders wichtig ist dabei, dass sich die Grabstelle deutlich von einem klassischen Grab auf dem Friedhof unterscheidet.
Ein möglicher Nachteil ist die eingeschränkte Gestaltung. Grabschmuck, Kerzen, Kränze, persönliche Gegenstände und eine individuelle Bepflanzung sind im FriedWald in der Regel nicht erlaubt. Angehörige können den Erinnerungsort daher nicht auf die gleiche Weise gestalten und pflegen wie ein herkömmliches Grab. Ebenso unterscheidet sich dadurch auch der Ablauf einer FriedWald-Bestattung von dem einer herkömmlichen Beisetzung.
Auch die Erreichbarkeit kann eine Rolle spielen. Die Wege im Wald sind teilweise uneben, nicht vollständig befestigt oder bei schlechtem Wetter schwer begehbar. Für ältere Menschen, Personen mit Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer kann der Weg zur Grabstelle deshalb beschwerlich sein. Daher sollten Angehörige bereits bei der Auswahl prüfen, wie gut sie den gewünschten Baum erreichen können.
Weitere mögliche Nachteile sind:
- Bestattungen finden ausschließlich als Urnenbeisetzung statt
- ein Sarggrab ist nicht möglich
- die Grabstelle kann je nach Jahreszeit schwerer auffindbar sein
- Sitzgelegenheiten befinden sich nicht immer direkt am Baum
- regelmäßige Veränderungen des Waldes lassen sich nicht vermeiden
- bei umgestürzten oder beschädigten Bäumen kann eine andere Kennzeichnung notwendig werden
- FriedWald-Standorte liegen teilweise weiter vom Wohnort der Angehörigen entfernt
Wer großen Wert auf eine dauerhaft individuell gestaltete Grabstätte, häufige Besuche oder einen gut befestigten Zugang legt, sollte deshalb auch andere Bestattungsformen in Betracht ziehen. Vor der Entscheidung empfiehlt es sich außerdem, den gewünschten Standort und die mögliche Grabstelle persönlich anzusehen.
FAQ: Häufige Fragen zum Ablauf einer FriedWald-Bestattung
Was ist der Unterschied zwischen FriedWald und RuheForst?
Wie finde ich einen Verstorbenen im FriedWald?
Wie lange dauert eine Bestattung im FriedWald?
Wie sieht ein Grab im FriedWald aus?
Wie lange bleibt man im FriedWald?
Weitere Fragen? Wir sind für Sie da – am Telefon oder in einem persönlichen Gespräch.