Wie hoch sind die Kosten einer Friedwald-Bestattung?

Aug. 7, 2026

Kosten einer FriedWald-Bestattung: Im Wald scheint die Sonne durch die Baumkronen.

Eine FriedWald-Bestattung ist für viele Menschen eine naturnahe Alternative zur klassischen Beisetzung auf dem Friedhof. Die Urne wird dabei im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt, der als Ort der Erinnerung dient.

Für Angehörige stellt sich dabei schnell die Frage, wie hoch die Kosten einer FriedWald-Bestattung sind. Denn neben dem Platz im FriedWald können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für die Einäscherung, die Urne, die Beisetzung, die Organisation durch das Bestattungsinstitut und mögliche Abschiedsmomente.

Wie viel kostet eine FriedWald-Bestattung?

Die Kosten einer FriedWald-Bestattung setzen sich aus mehreren Bereichen zusammen. Neben dem Platz im FriedWald und der Beisetzung entstehen Kosten für die Einäscherung sowie für die Leistungen des Bestatters.

Dazu gehören beispielsweise die Abholung und Überführung des Verstorbenen, die hygienische Versorgung, ein Sarg für die Einäscherung, notwendige Formalitäten und die Übergabe der Urne. Auch eine Trauerfeier, eine Namenstafel, die Begleitung durch eine Trauerhilfe oder weitere persönliche Wünsche beeinflussen den Gesamtpreis.

Was kostet eine Beerdigung im FriedWald komplett?

Für eine FriedWald-Bestattung in einem üblichen Umfang sollten Angehörige insgesamt ungefähr 4.000 bis 6.000 Euro einplanen. Abhängig von den gewählten Leistungen kann der Betrag niedriger oder deutlich höher ausfallen.

Die Kosten einer FriedWald-Bestattung ergeben sich in der Regel aus:

  • Platz an einem Gemeinschaftsbaum: etwa 890 bis 1.390 Euro
  • Beisetzung im FriedWald: derzeit 450 Euro
  • Bestattungsinstitut einschließlich Organisation und Formalitäten
  • Abholung und notwendige Überführungen
  • einfacher Sarg für die Einäscherung
  • Gebühren des Krematoriums und der zweiten Leichenschau
  • Urne und gegebenenfalls Namenstafel

Was kostet eine einfache Beerdigung im FriedWald?

Wird ausschließlich das Notwendige gewählt, kann eine einfache FriedWald-Bestattung ungefähr 2.800 bis 3.500 Euro kosten. Voraussetzung dafür ist eine schlichte Ausführung ohne größere Trauerfeier und zusätzliche Leistungen.

Die günstigste Grabart ist der Basisplatz für derzeit 590 Euro. Dieser wird erst im Trauerfall zugewiesen und kann nicht selbst ausgesucht werden. Gemeinsam mit den Beisetzungskosten von 450 Euro betragen die reinen FriedWald-Kosten damit mindestens 1.040 Euro.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer FriedWald-Bestattung?

Den größten Einfluss auf die Kosten haben die gewählte Grabart und der konkrete FriedWald-Standort. Darüber hinaus spielen die Urne, die Gestaltung der Abschiednahme und mögliche Zusatzleistungen eine Rolle. Da sich Preise und angebotene Grabarten je nach Standort unterscheiden können, sollte die Kalkulation immer anhand des gewünschten FriedWalds erfolgen.

Wie teuer ist ein Grab im FriedWald?

Im FriedWald wird kein klassisches Grab erworben, sondern das Nutzungsrecht an einem Platz oder Baum. Für eine einzelne Person stehen unter anderem ein Basisplatz oder ein frei wählbarer Platz an einem Gemeinschaftsbaum zur Verfügung.

Die üblichen Kosten liegen derzeit bei:

  • Basisplatz: 590 Euro
  • Platz an einem Gemeinschaftsbaum: 890, 1.190 oder 1.390 Euro
  • eigener Baum: ab 2.890 Euro

Ein Basisplatz wird erst im Trauerfall zugewiesen. Bei einem Platz am Gemeinschaftsbaum kann die Grabstelle dagegen selbst ausgewählt werden. Ein eigener Baum bietet mehrere Plätze und kommt daher vor allem für Paare, Familien oder einen engen Freundeskreis infrage. Abhängig von Baumart, Lage, Stärke und Nutzungsdauer kann der Preis deutlich über dem genannten Mindestbetrag liegen.

Was kostet eine Urne für den FriedWald?

Für die Beisetzung ist eine biologisch abbaubare Urne erforderlich. Bei Bedarf ist eine einfache FriedWald-Urne bereits in den pauschalen Beisetzungskosten von derzeit 450 Euro enthalten. Dadurch muss nicht zwingend eine weitere Urne gekauft werden.

Angehörige können sich jedoch für ein anderes zugelassenes Modell entscheiden. Je nach Material, Gestaltung und Anbieter entstehen dafür zusätzliche Kosten. Wichtig ist, dass die Urne für eine Waldbestattung geeignet ist und den Vorgaben des jeweiligen Standorts entspricht.

Weitere Kosten einer FriedWald-Bestattung

Zusätzliche Kosten können durch die individuelle Gestaltung der Beisetzung entstehen. Dazu gehören beispielsweise:

  • eine Namenstafel am Baum
  • musikalische Begleitung oder ein Trauerredner
  • Blumenschmuck für die Abschiednahme
  • Trauerdruck und Todesanzeigen
  • Bewirtung nach der Beisetzung
  • weitere Anfahrten und Überführungen

Auch örtliche Gebühren können den Gesamtpreis erhöhen. An einzelnen FriedWald-Standorten wird beispielsweise eine Gebühr für die Bestattungsgenehmigung weiterberechnet. Eine laufende Grabpflege oder ein Grabstein sind dagegen nicht erforderlich.

Was ist günstiger: FriedWald oder Friedhof?

Eine FriedWald-Bestattung ist nicht automatisch günstiger als eine Beisetzung auf einem klassischen Friedhof. Die Gesamtkosten hängen bei beiden Varianten stark von der gewählten Grabart, den örtlichen Gebühren und der Gestaltung der Bestattung ab.

Beim FriedWald entfallen in der Regel die Kosten für einen Grabstein, die Einfassung und die laufende Grabpflege. Dadurch können die Ausgaben über die gesamte Nutzungsdauer niedriger ausfallen. Besonders bei einem Basisplatz oder einem einzelnen Platz am Gemeinschaftsbaum ist eine vergleichsweise günstige Bestattung möglich.

Auf einem Friedhof können einfache Urnengräber jedoch ebenfalls preiswert sein. Hinzu kommen dort je nach Gemeinde Kosten für das Nutzungsrecht, die Beisetzung, die Grabherstellung sowie später für Grabstein und Pflege. Bei pflegefreien Gemeinschaftsgräbern fallen diese zusätzlichen Ausgaben teilweise geringer aus.

Ein direkter Vergleich ist deshalb nur mit den konkreten Gebühren des gewünschten Friedhofs und den Preisen des jeweiligen FriedWald-Standorts möglich. Entscheidend ist nicht nur der Preis der Beisetzung, sondern auch, welche Folgekosten während der Ruhezeit entstehen.

 

 

 

FAQ: Häufige Fragen zu den Kosten einer FriedWald-Bestattung

Was ist der Unterschied zwischen einem Waldfriedhof und einem FriedWald?
Ein Waldfriedhof ist ein allgemeiner Begriff für einen Friedhof oder Friedhofsbereich mit naturnaher Gestaltung und vielen Bäumen. FriedWald ist dagegen der Name eines bestimmten Anbieters für Bestattungswälder. Neben FriedWald gibt es weitere Anbieter und kommunale Bestattungswälder mit eigenen Preisen und Regelungen.
Was genau ist ein FriedWald?
Ein FriedWald ist ein ausgewiesener Bestattungswald, in dem ausschließlich biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden. Die Grabstelle befindet sich im Wurzelbereich eines Baumes. Klassische Grabsteine, Einfassungen und eine individuelle Bepflanzung sind nicht vorgesehen.
Ist eine Bestattung im FriedWald anonym?
Eine FriedWald-Bestattung ist grundsätzlich nicht anonym. Die Grabstelle ist registriert und kann von Angehörigen besucht werden. Auf Wunsch kann am Baum eine kleine Namenstafel angebracht werden. Wird darauf verzichtet, bleibt der genaue Beisetzungsort den Angehörigen dennoch bekannt.
Welche Alternativen zum FriedWald gibt es?
Alternativen zum FriedWald sind andere Bestattungswälder, kommunale Waldfriedhöfe oder naturnahe Urnengräber auf einem klassischen Friedhof. Daneben kommen beispielsweise ein Urnengrab, ein pflegefreies Gemeinschaftsgrab, eine Seebestattung oder eine anonyme Beisetzung infrage.
Ist ein FriedWald ein Friedhof?
Ja. Ein FriedWald ist eine behördlich genehmigte Friedhofsfläche und unterliegt dem jeweiligen Bestattungsrecht. Die Beisetzung darf daher nur in den dafür ausgewiesenen Bereichen und nach den geltenden Vorschriften erfolgen.

Weitere Fragen? Wir sind für Sie da – am Telefon oder in einem persönlichen Gespräch.